Faustballer hatten schweren Auswärtsspieltag PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 24. Mai 2011 um 20:04 Uhr
Siegesserie gerissen – Die Faustballer des TSV Arzberg-Röthenbach  kassierten nach insgesamt 22 Siegen die erste Niederlage - Ein denkwürdiges Spiel: Bamberg verlangt dem TSV alles ab!

„So etwas habe ich noch nie erlebt“ – der Angreifer des TSV Arzberg-Röthenbach, Stefan Kießling, bringt es damit genau auf den Punkt. Gleich zwei Mal traf der TSV auf den Gastgeber MTV Bamberg II – besonders das zweite Aufeinandertreffen war an Kampf und Dramatik kaum zu überbieten.

Dass es ein schwerer Auswärtsspieltag werden würde, wussten die Faustballer des TSV bereits vorher. Aus Gründen der Spielplanerstellung musste Arzberg-Röthenbach, der mit zwei Auftaktsiegen anreiste, gleich zwei Mal gegen den Tabellenführer MTV Bamberg II antreten, die beim 1. Spieltag ebenfalls zwei souveräne Siege eingefahren hatte.

Ein solch druckvolles und dynamisches Spiel des MTV Bamberg II kam dann letztlich trotzdem etwas überraschend für den TSV. Bereits zu Beginn der Partie zeigte sich Bamberg in großartiger Verfassung – sowohl in der stabilen jungen Abwehrreihe, als auch im schlagkräftigen Angriff. Schnell war klar, dass es für den TSV der schwerste Gegner der Saison ist. Die Abwehrspieler des TSV, Harald Kießling bzw. Matthias Schricker und Peter Sponsel hatten anfangs fast nichts entgegenzusetzen, obwohl sie ihre Leistungen voll abriefen – hart und präzise geschlagene Angriffe ließen den TSV, wenn überhaupt nur sehr selten das eigene Spiel aufbauen.

Die Faustballer des TSV, die saisonübergreifend bereits seit 22 Spielen ohne Niederlage waren, ließen sich dennoch nicht kampSchlagmann_Koffmaneflos abschlachten. Es entwickelte sich nach anfänglicher deutlicher Überlegenheit ein Faustballspiel, welches an Tempo und Kraft für die Zuschauer sehr sehenswert wurde. Die Angreifer Stefan Kießling und Andreas Koffmane wechselten ihre Positionen – es wurde alles unternommen, um Bamberg Paroli bieten zu können.


Der TSV hatte Probleme, die Bamberger Abwehr entscheidend unter Druck zu setzen – die Quittung erhielt Arzberg-Röthenbach postwendend zurück. Ein Spielerwechsel, variantenreiche Angriffsschläge und voller Einsatz bei allen Spielern halfen nichts.

Die Hausherren aus Bamberg, die auf allen Positionen sehr jung besetzt waren, stellten klar, dass sie nicht umsonst die Tabelle anführen. Erst nach dem dritten Satz hatte Arzberg-Röthenbach nach einem abgewehrten Matchball und dem Satzgewinn Chancen, wieder ins Spiel zurückzufinden. Jedoch war gegen die überlegenen und unerreichbaren Angriffe der Bamberger kein Kraut gewachsen. Ein großartiges Spiel mit hohem Unterhaltungswert, bei dem Bamberg stets ein Übergewicht hatte, endete schließlich verdient mit 3:1 für die Gastgeber.
MTV Bamberg II    -    TSV Arzberg-Röthenbach    3:1    (11:9, 11:8, 10:12, 11:3)

Vor- und Rückrunde an einem Tag? – Dass diese Lösung keine Wunschlösung ist, war klar. Dennoch war es wohl aus Gründen der Spielplanerstellung an diesem Tag nicht anders möglich, als dass das Spiel quasi „wiederholt“ werden musste. Der TSV, der sich im Vorfeld der Saison einen vorderen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt hatte, hätte mit der Meisterschaft sehr wahrscheinlich nichts mehr zu tun gehabt, wenn auch das Rückspiel gegen MTV Bamberg II verloren gehen würde. Der TSV war überzeugt, Bamberg die Stirn bieten zu können. Letzte Blessuren wurden notdürftig behandelt, Andreas Koffmane übernahm von Beginn an das Angabenspiel.

Die ganze Kraft, die volle Konzentration und der größte Kampf galten diesem einen Spiel. Es war von Beginn an ein Spiel in welchem man bis zuletzt nicht vorhersagen konnte, wer es als Sieger vom Platz gehen würde. Angriffe wurden teils von der Grasnarbe geholt. Der TSV fand über den Kampf zum Spiel – spielerisch war Bamberg überlegen. Dennoch ließ Bamberg bei druckvollen Angriffen, die auf Seiten des TSV immer öfter möglich wurden, Schwäche erkennen. Als schließlich Stefan Kießling auch immer öfter kräftige Offensivakzente setzen konnte, gewann der TSV deutlich an Fahrt. Das Spiel, welches erneut keinen Sieger verdient gehabt hätte, entwickelte sich zu einem echten Thriller, bei dem sich selbst die Zuschauer von ihren Sitzplätzen erhoben. Insgesamt eine klasse Werbung für den Faustballsport – Dynamik, Power, Kampf, Taktik, alles war „drin“.

Als im entscheidenden fünften Satz die Angriffe der Bamberger etwas unpräzise kamen, verstand es der TSV, anders als im ersten Aufeinandertreffen, das eigene Angriffsspiel kraftvoll in Gutbälle zu verwandeln. Natürlich pushte sich das Team mit jedem „Big-Point“ zusätzlich über das Leistungsmaximum hinaus. Am Ende gewann der TSV knapp mit 3:2 Sätzen – es war ein Wahnsinnsspiel, welches noch lange für reichlich Gesprächsstoff sorgen wird.
TSV Arzberg-Röthenbach    -    MTV Bamberg II    3:2    (9:11, 11:9, 8:11, 12:10, 11:6)

In der Tabelle rangiert der TSV nun auf Platz drei. Die ersten vier Mannschaften, MTV Bamberg II, TV Schmölz, TSV Arzberg-Röthenbach und MTV Bamberg sind mit 6:2 Punkten alle punktgleich. Da hier von keinem Team ein Ausrutscher im Titelkampf zu erwarten sein wird, könnte am Ende die Satzbilanz entscheidend sein. Hier liegt MTV Bamberg II (+7 Sätze) vor TV Schmölz (+6), TSV Arzberg-Röthenbach (+4) und MTV Bamberg (+2).
Bei zwei Heimspieltagen am 2.7. und 9.7.2011  gibt der TSV alles, um bis zum Schluss ein Wörtchen um den Meistertitel mitreden zu können! Zum zahlreiche Fanunterstützung freuen sich die Faustballer des TSV Arzberg-Röthenbach!!

Daniel Koffmane
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Juni 2011 um 13:20 Uhr